Roman / Novelle

Nur mit dem Herzen sieht man wirklich gut ….

Das neue Buch „Welche Farbe hat die Wirklichkeit“ von Wilfried Stüven habe ich bekommen, um schon einmal kurz vor Veröffentlichung ein wenig reinzuschmökern zu können. Was soll ich sagen?   Ein echter Stüven: keine grossartigen oder ungewöhnlichen Schauplätze, keine melodramatischen Gefühle, keine kriminaltechnischen Highlights oder brutale Action. Stüvens Roman lebt vom Kleinen und Feinen. Die Gefühle sind zart und fahren … Weiterlesen …

Wenn selbst der See ersäuft….

Die Ente auf dem Cover hatte durchaus etwas  Niedliches. Sie erinnerte mich an meine Badewannenkindheit. Wie würde sich das wohl mit einem umweltkritischen Thema verbinden? Ich war neugierig. Durch die ersten dreissig Seiten musste ich mich echt durchbeissen. Keine einzige wörtliche Rede. Beschreibungen, Beschreibungen, Beschreibungen. Dann jedoch packte mich die Erzählung. Die  ländliche, beinahe hintergestrige, … Weiterlesen …

Stereotypen-Parade

Griechenland – leichtseichte Lektüre für den Urlaub Im Sommer im warmen Lande liegt der Mensch am Strande. So auch ich. Und damit mir nicht langweilig wurde mit Sonne, Sand und Wasser, hatte ich mir Leselektüre eingepackt. Da ich an einem griechenischen Strand lag, musste es natürlich etwas mit dem Land der Hellenen zu tun haben. Und … Weiterlesen …

Über den Wert des Menschen

Ein verdammt gutes Buch. Ich habe es auf dem 3. Griechisch-Deutschen Lesefestival in Paleochora vom Autor Vougar Aslanov erhalten und dachte erst: ach Mensch, schon wieder eine Kriegsgeschichte. Dementsprechend habe ich auch ein bisschen lustlos angefangen zu lesen. Aber dieses Buch hat mich dann voll gepackt. Die Geschichte des eigentlich humanistischen Studenten Asisow, ehrvoll und … Weiterlesen …

Wenn Patienten Rache üben ….

… geht das bei Olaf Jahnke mörderisch zu. Frankfurter Großstadtdschungel. Angestellte einer Versicherung werden angegriffen, eine Staatsanwältin gerät gar ins Schussfeld. Leichen pflastern den Weg des Privatermittlers, der schnell eine Verbindung findet: irgendwie waren alle in Fälle verstrickt, bei denen die Gerechtigkeit gegen Patienten und die damit sich befassenden Kontrollorgane schlampigst versagt haben. Patientenrache. Ein … Weiterlesen …

Keine mordet so schön gruselig wie Patricia Holland Moritz

Danke, Patricia. Ich bin ja nicht wirklich der Krimi-Leser par excellence und greife meistens zu anderen Büchern, aber Deiner war wirklich Spitze. Glücklicherweise habe ich beim 4. Griechisch-Deutschen Lesefestival in Berlin im Publikum gesessen und die ersten Passagen live von Dir hören dürfen. Gleich gekauft, das Ding. Und es hat mich nicht enttäuscht. Ich habe … Weiterlesen …

Fußball ist ein Mordsgeschäft

Dass im Fußball nicht nur die Bälle fliegen, sondern auch die Milliarden, ist hinlänglich bekannt. Es gibt wohl niemanden, der nicht weiß, wieviel die goldenen Beine der Spieler wert sind und für welche horrenden Beträge, die jeglichem ethischen Grundempfinden Schauer über den Rücken jagen, diese untereinander aneinander verscherbelt werden. Und wenn man sich jetzt noch … Weiterlesen …

Familiengeheimnisse …

Mutter, was hast du mir verschwiegen? – Es gibt sie in jeder Familie: diese Geheimnisse, über die niemand spricht. Diese Momente, wenn sich das Gegenüber abwendet oder weniger gekonnt das Thema wechselt, weil „man darüber nicht spricht“. Zurück bleibt mitunter mehr als nur die unbeantwortete Frage. Zurück bleiben auch die unbeantworteten Gefühle des Fragenden. Stefanie, … Weiterlesen …

Das Schweigen der Bücher…

Als bestes Buch erhielt Der letzte Kampf des Kapitän Ni’Mat von Mohamed Leftah den Mamounia-Literaturpreis 2011und steht doch gerade in Marokko auf dem Index. Zensiert vom Ministerium für Kommunikation. Was steht in diesem Buch, dass Marokko es nicht lesen soll? Kurz gesagt, erzählt Mohamed Leftah die Geschichte eines rebellischen Hauptmanns, der die langen Tage nach dem aktiven … Weiterlesen …

Surreal und bizzarr – vom Feinsten

Eine Dystopische Novelle „Angriff der Maismenschen“ hat man mir mit der Bemerkung „Satire!“ auf der letzten Leipziger Buchmesse in die Hand gedrückt. Und für sowas habe ich einen Faible.  „Finger weg von Männern. Die sind gefährlich!“ hat mir der Autor als Widmung ins Buch geschrieben. Dieser Mais ist wirklich kein Zartgemüse aus der Dose. Puh! … Weiterlesen …